gesunde Routinen

Lerne mehr über eine nachhaltige Morgen- und Abendroutine mit unserem Experten André Gaksch

Track Your Peace:

Wie 6 einfache Gewohnheiten
mein Leben verändert haben


Ein achtsamer Einstieg in dein Tracktastic-Board

Es gibt diesen einen Moment im Leben, der alles verändert. Für mich war es nicht der große Knall – kein radikaler Shift über Nacht. Sondern eine sanfte Erkenntnis: Morgen- und Abendroutinen sind kein Luxus, sie sind das Fundament. Wenn du dein Leben in eine neue Richtung lenken willst, beginnt alles hier – im Kleinen, im Wiederholbaren, im Stillen.

Deshalb habe ich mein persönliches Tracktastic-Board entwickelt:

Ein einfaches, liebevoll kuratiertes System aus 6 Tracks, die dich zurück zu dir selbst führen.

Jeder Track steht für eine Gewohnheit, die dein Nervensystem reguliert, Achtsamkeit fördert – und dich unterstützt, wieder in Verbindung mit deinem Körper und deinem echten Hunger zu kommen.

Hier findest du eine kurze Einführung in alle 6 Gewohnheiten – inklusive der Bedeutung jedes Farbfelds und wie du direkt starten kannst:

Track 1: Yoga

Wenn du morgens 10–15 Minuten Yoga machst, setzt du dir diesen Track. Es geht nicht um Leistung oder Flexibilität – sondern um Verbindung. Wähle einfache Asanas wie:

Kobra (Bhujangasana) – öffnet den Brustraum, stärkt den Rücken.

Katze-Kuh (Marjaryasana/Bitilasana) – bringt Mobilität in deine Wirbelsäule.

Kindhaltung (Balasana) – zur Entspannung und Erdung.

Vorbeuge im Sitzen (Paschimottanasana) – beruhigt Geist und Körper.

Während du die Haltungen einnimmst, richte deine Aufmerksamkeit auf den Körperteil, den du am stärksten spürst. Vielleicht ist es dein unterer Rücken oder deine Hüfte. Wenn deine Gedanken abschweifen, ist das okay – bring sie sanft zurück. Das ist gelebte Achtsamkeit.

Track 2: Tee-Zeremonie

Abends, wenn der Tag langsam ausklingt, nimm dir 10 Minuten für eine einfache Tee-Zeremonie.

Kein Drama, kein Schnickschnack – nur eine warme Tasse und deine Sinne. Wähle beruhigende Sorten wie: Kamille, Lavendel, Zitronenmelisse, Fenchel, oder Tulsi (heiliges Basilikum). Setz dich, trinke etwa 50 % langsamer als sonst. Warum? Weil Langsamkeit dein Nervensystem vom „Fight-or-Flight“-Modus in den „Rest-and-Digest“-Modus bringt. Das ist der Zustand, in dem du dich regenerieren und spüren kannst.

Fokussiere dich auf deine 5 Sinne, einen nach dem anderen:

👀 Was siehst du? 👃 Was riechst du? 👂 Was hörst du? 🤲 Was fühlst du?👅 Was schmeckst du?

Setze den Track, wenn du diesen Moment bewusst erlebst.

Track 3: Flugmodus

Die Welt ist laut. Ständig erreichbar zu sein, bedeutet ständig reaktiv zu sein.

Setz diesen Track, wenn du:

• Abends mindestens 45 Minuten vor dem Schlafen den Flugmodus aktivierst

• Morgens mindestens 30 Minuten nach dem Aufwachen damit wartest, das Handy wieder zu aktivieren

Diese digitale Achtsamkeit schafft Raum für dich – bevor die Welt wieder deine Aufmerksamkeit will. Du wirst merken, wie viel klarer du denkst, wie viel intuitiver du fühlst, wenn dein Tag mit dir beginnt – und nicht mit Pushnachrichten.

Track 4: heißes wasser

Ein uralter, einfacher Hack aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Trinke morgens direkt nach dem Zunge-Reinigen etwa 0,3–0,4 Liter heißes bis warmes Wasser. Warum das wirkt?

• Es weckt das Verdauungsfeuer („Agni“ im Ayurveda), ohne den Magen zu schocken

• Es hilft beim Entgiften und Ausleiten über Nacht angesammelter Stoffwechselrückstände

• Es regt deinen Kreislauf sanft an

Mach’s zu einem bewussten Ritual. Kein Scrollen, kein Multitasking. Nur du und die Wärme, die durch dich fließt. Danach kannst du deinen Track setzen.

Track 5: Journaling

Du hast gejournalt? Dann her mit dem grünen Track! Ob 5 Minuten oder 15 – Journaling hilft dir, dich selbst besser zu verstehen. Es entlädt Gedanken, die im Kopf kreisen. Es schafft Klarheit. Es öffnet den Raum zwischen Impuls und Handlung – ein Schlüssel, um emotionales Essen zu hinterfragen, statt ihm ausgeliefert zu sein. Ein paar einfache Journaling-Ideen:

• Wie fühle ich mich gerade?

• Was beschäftigt mich noch vom Tag?

• Was wünsche ich mir für morgen?

• Wo in meinem Körper spüre ich heute Energie oder Spannung?

Wichtig ist nicht, wie schön du schreibst – sondern dass du ehrlich mit dir bist.

Track 6: Dankbarkeit

Mindestens 1–2 Minuten bewusst praktizierte Dankbarkeit – das ist alles, was du brauchst, um diesen Track zu setzen. Hier ein paar Möglichkeiten:

• Liste 3 Dinge auf, für die du heute dankbar bist

• Sag innerlich „Danke“ für deinen Körper, deinen Atem, dein Zuhause

• Schreib eine WhatsApp-Nachricht an jemanden, den du wertschätzt

Studien zeigen: Wer Dankbarkeit regelmäßig übt, hat weniger Stresshormone, schläft besser – und entwickelt eine positivere Beziehung zu sich selbst und dem Leben. Und genau das kann dir helfen, wenn du aus emotionalem Essen aussteigen willst.

Fazit: Kleine Gewohnheiten. Große Wirkung.

Vielleicht wirken die Tracks auf den ersten Blick unspektakulär. Aber genau darin liegt ihre Kraft: Sie sind machbar. Sanft. Wiederholbar. Und wenn du sie regelmäßig trackst, wirst du merken:

Du wirst ruhiger. Klarer. Weniger reaktiv. Du bekommst wieder Zugang zu deinem Körpergefühl – und genau das ist die Grundlage für intuitives Essen, Selbstregulation und echte Veränderung.

Wenn du mehr über meinen Weg, meine Routinen oder achtsame Ernährung wissen willst – bleib dran. Das hier ist erst der Anfang. Du kannst mir sowohl zum Board, als auch zu sonstigen Fragen rund um: Routinen, Abnehmen, emotionales Essen, Nervensystem Regulation jederzeit auf Instagram ( @andre_nutrition) eine DM schreiben.

Dein André